Im Privatclub der Zentralamerikanischen Bank
September 3, 2007 at 1:14 am | In 2. Unsere Cooperation (Deutsch) | Leave a CommentIn Honduras’ Hauptstadt Tegucigalpa gibt es nicht viele oeffentliche Orte an denen sich wohlhabende oder reiche Menschen in Ruhe und ohne Sorgen und Angst auf die faule Haut legen, schwimmen gehen und ihre Kinder spielen lassen koennen. Um dennoch ab und zu ein sorgenfreies Wochenende verbringen zu koennen, werden von Managern der Banken, Verischerungen und Firmen Exclusivclubs gegruendet zu denen dann nur die Manager selbst und deren Angehoerige Zutritt haben. Jede Bank und grosse Firma hat einen eignen Club.
Der Cousin eines guten Freundes von uns hat solch ein Privileg und hat uns vor einigen Wochen dorthin eingeladen. Eine Oase in Tegucigalpa mit Pool, Sauna, Restaurant, Sportfacilitaeten wie Tennisplatz, Fitnessraum, etc. Kinder spielen im Wasser, die Eltern fruehstucken relaxt, es toent gediegene Musik aus den Lautsprechern (eine Wohltat fuer von Reggeton vergewaltigte Ohren) und der Service der freundlichen Kellner ist perfekt. Man vergisst dass man in Honduras ist wo fast die Haelfte der Bevoelkerung taeglich ums Ueberleben kaempft.
Nur wer einen gezielten Blick ueber die hohen Mauern wirft, die den Club umgeben und schuetzen sollen, wird wieder in die Realitaet des Landes zurueckgeholt. Am Rande einer Schnellstrasse leben Familen in Huetten aus Holzlatten und Wellblech ohne laufendes Wasser und Kanalisation und einem wahrscheinlich illegal angezapften Stromanschluss.
Ich aber Schiesse meine Fotos, loesche die gesehenen Bilder aus meinem Kopf, bzw. ignoriere sie, um weiterhin den sonnigen Nachmittag geniessen zu koennen und gehe zurueck an unseren Tisch wo der nette Kellner gerade unser Mittagessen serviert. Danach entschliessen wir uns nochmal in den Pool zu springen und legen uns zur Siesta in den Schatten.
Das Leben ist schoen…zumindest das Unsere. (siehe Fotos)
P.S.: Nach Lesen dieses Berichts koennte man ggf. annehmen, dass ich Schuldgefuhle der Armut und Ungerechtigkeit wegen habe und deshalb mein Leben hier nicht geniessen kann. Ich kann euch beruhigen. Dies ist nicht der Fall. Mein ironischer Ton soll einfach zum Nachdenken anregen und ggf. sogar dazu bewegen zu handeln. Peace.
Unsere Maedchen beim Auftritt im Nationalteater
September 3, 2007 at 1:13 am | In 2. Unsere Cooperation (Deutsch) | Leave a CommentAnfang August hatten unsere 20 Maedchen einen Grossartigen Auftritt im Nationalteater namens Manuel Bonilla. Organisiert wurde das Ganze von einem Franzoesischen Dirigent, der schon im vergangenen Jahr mit dem Honduranischen Jugendorchester ein klassisches Konzert zustande brachte. Dieses Jahr sollten auch unsere Maedchen an dem Spektakel teilnehmen und sangen dabei die Nationalhymne Honduras’ und die Hymne der Kinder, komponiert von dem franzoesischen Dirigent. Unser kleinstes Maedchen assistierte dabei dem Dirigenten und dirigierte sogar alleine vor dem grossen Puplikum. Ein toller Anblick und eine super Erfahrung fuer die Kleine. Unsere Maedchen praesentierten sich Stolz in vollem Glanze in neuen Kleidern und Schuhen und hatten einen wundervollen Abend an einem fuer sie doch so aussergewoehnlichen Ort. (siehe Fotos)
Gesundheit
September 3, 2007 at 1:11 am | In 2. Unsere Cooperation (Deutsch) | Leave a CommentWie die meisten von euch mitbekommen haben wurde mir ende Juli der Blinddarm entfernt. Mit starken Schmerzen bin ich die 10 Minuten zur Privatklinik Viera zu Fuss gelaufen. In meinen Vorstellungen hatte ich immer noch das öffentliche Krankenhaus in Erinnerung in dem ein Mädchen des Internats operiert wurde. Wie in einem vorherigen Bericht beschrieben, herrschen dort Chaos und unhygienische Zustände. Natürlich hatte man mir erzählt, dass es in Honduras’ Privatkrankenhäusern sehr viel besser zugeht.
Nach der ersten Untersuchung und einer Anzahlung von ca. 400 Euro für die anstehende OP hatte man mich sogleich auf der Notstation behalten und gesagt, dass ich in den nächsten 3 Stunden operiert werde. Ich hatte Zeit mich um zuschauen. Mein erster Eindruck der Klinik war sehr gut und geordnet. Wollte aber erst den OP Raum und die Ärzte sehen bevor ich Lob ausspreche. Der Chirurg der mich operieren sollte hies Dr. Palacios und erweckte Vertrauen in mir. Er erklärte mir sein Vorhaben genaustes und stellte sich für mich auch nach der OP rund um die Uhr zur Verfügung. Hey, dachte ich, dass ist ja ein Service.
Zwei Stunden später wurde ich dann in meinem Bett in den OP Saal gefahren, wo ich auch wieder positiv überrascht wurde. Nichts erinnerte an das öffentliche Krankenhaus. Der Anästhesist erklärte mir mit derselben Ausführlichkeit wie Dr. Palacios, was er in einigen Minuten mit mir anstellen werde. Ich wurde an einige Monitore angeschlossen, der Anästhesist gab mir das Schlafmittel und…gute Nacht.
Eine Stunde später wachte ich auf und wurde in mein Einzelzimmer gebracht. Alles von gewohnter Deutscher Qualität und Sauberkeit und ein komfortableres Bett hätte ich mir nicht vorstellen können. Claire hatte draussen auf mich gewartet und empfing mich mit einem Freund von uns und dessen Vater. Von den Krankenschwestern wurde mir Wasser und eine Infusion gebracht und schnell verging der Abend. Noch um 20.30 Uhr kam Dr. Palacios bei mir vorbei um zu schauen ob alles in Ordnung ist. Vor dem Einschlafen habe ich noch kurz den Fernseher angeschaltet und die über 100 Kanäle des Satelliten durchgezappt. Nach einer Folge Friends und Emergency Room bin ich dann gemütlich eingeschlafen.
Gleich am frühen Morgen um 7.30 Uhr kam der Doktor wieder bei mir vorbei um nach nach dem Rechten zu sehen. er sagte mir, dass ich noch am gleichen Tag nach Hause könne und bestätigte mir von Neuem, dass ich ihn rund um die Uhr kontaktieren könne, fall sich Komplikationen bei der Heilung ergeben. Um 9.00 klopfte es wieder an der Tür. Ich war gerade dabei meine Sachen zu packen, als ein anderer Arzt im Geleit von einem älteren Herren der sich als Direktor der Klinik vorstellte. Sie fragten mich wie es mir gehe, ob alles zu meiner Zufriedenheit war, etc. Wieder dachte ich, wow…was für eine Betreuung. In den ca. 24 Stunden in der Klinik Viera habe ich mich besser Betreut gefühlt als in irgendeinem anderen Krankenhaus in Deutschland (und ich habe schon in einigen Krankenhäusern viele Tage verbracht).
Kurz darauf wurde ich von einer Krankenschwester zur Administration geführt, an der kein Patient vorbeikommt. Mir wurden mehrere Rechnungen zur Unterschrift vorgelegt in denen alle Kosten detailliert aufgelistet sind. So wurden mir von meiner Kreditkarte z.B. ca. 500 Euro nur für den einstündigen Eingriff von Dr. Palacios abgebucht. Insgesamt belief sich meine Rechnung auf rund 1900 Euro. Jetzt wurde mir klar warum der Service so gut war!!! Eine unglaubliche Summe für Deutsche Gemüter, die Ihre Arzt- und Krankenhausrechnungen so gut wie nie zu Gesicht bekommen (ausgenommen sind natürlich die Privatversicherten).
Unglaublich vor allem aber im Verhältnis zu den allgemeinen Lebensbedingungen und Durchschnittseinkommen in Honduras. Solch einen Luxus wie saubere OP Betten, Krankenschwestern, Betreuung, etc. können sich hier vielleicht nur 20 % der Menschen leisten. Laut „The World Factbook“ leben 53 % der Honduraner unter der Armutsgrenze (arm ist jemand der höchstens 2 Dollar am Tag verdient). Das Durchschnittseinkommen liegt hier bei ca. 250 Dollar im Monat und Versicherungspflicht oder eine Sozialhilfe besteht nicht, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass arme Menschen hier durchaus an einer Blinddarmentzündung sterben können.
Ich habe aber Glück und wurde in Europa geboren, habe eine gute Auslandskrankenversicherung, bin ohne Konkurs anmelden zu müssen professionell operiert worden und bin wieder bei voller Gesundheit, „Gracias a Dios“, wie man hier so schön sagt.
Les filles en concert
September 2, 2007 at 1:58 am | In 1. Notre coopération (fr) | Leave a Comment24.08.07
Il y 3 semaines, 2 personnes de l’ONG “Espoir sans frontiere” sont venues visiter de nouveau les filles, et avaient une surprise pour elles : Elles allaient de nouveau (1 an auparavant, elles avaient fait de meme) etre les stars d un concert de musique classique au theatre Manuel Bonilla (de tegucigalpa).
Apres preparation (un peu), achats des chaussures blanches, robes sur mesures, apres une seance de coiffure, etc. les filles ont donc ete le coeur d un orchestre de symphonie !!! (Cf. photos). Avec Belkin, la plus petite, comme “presidente” !
C etait fabuleux, et pour l auto estime des filles …. rien de mieux !
Alors, elles sont pas belles ?
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