Centre “En cours de construction”
July 14, 2007 at 7:42 am | In 1. Notre coopération (fr) | 1 Comment13.07.07
Ca y est, nous commencons vraiment a sentir une reelle volonte et des apports suffisants pour arriver a des changements necessaires dans le centre.
Notre nouvelle equipe nous semble adequate (presque) pour avancer dans la bonne direction. Il nous manque encore a trouver 1 educatrice de nuit qui soit suffisamment mature et confiante, et ce sera parfait.
Nous avons commencer a mettre en place une communication inter “tios” (tio, tia : veut dire “oncle, tante” mais est utilise dans le centre par les filles pour designer les educateurs ou toute personne adulte qui y passe une journee.).
Les discussions avec la coordinatrice sont de plus en plus frequentes.
Enfin, hier et aujourd’hui, la psychologue nous a donne une “charla” sur la communication effective (Charla : une “parlotte”, utilisee pour dire parler d’une concientisation ou formation interne). Bien interessant pour nous tous. C etait interessant de parler aussi des differences de maniere de communiquer entre l’Europe et l’Amerique Centrale, comme par exemple l’importance ici de la communication descendente (du haut vers le bas) qui montre l¡importance de la hierarchie pyramidale.
Le travail de planification se fait petit a petit. Le plus dur est de le mettre en pratique etant donne les differentes manieres de faire et le peu de temps disponible pour resoudre les problemes.
De plus, nous avons desormais le nombre adequate de filles en ce moment au centre pour pouvoir instaurer une structure qui ressemble plus a une communaute qu’ a un centre de reclusion du fait :
- que la plupart des adolescentes ne soient plus dans le centre (nous ne savons toujours pas ou se trouvent les 3 filles qui ont fugues. NP : ce qui me fait vraiment de la peine et me tracasse de ne pas savoir comment elles vont…),
- que 2 filles (dont la plus petite de 5 ans) aient ete translade a un autre centre (ordre du juge).
Affaire a suivre donc, en cours de construction, cela va surement prendre 3 ou 4 mois avant de pouvoir reellement voir des changements sur les filles, mais ca devrait etre du long terme, enfin on l’espere.
A bientot,
Claire
Verbesserungen auf der Arbeit
July 12, 2007 at 1:49 am | In 2. Unsere Cooperation (Deutsch) | Leave a Comment7. Juli 2007
In der vergangenen Woche hat sich endlich etwas getan im Hinblick auf die eher schlechte Zusammenarbeit in dem Internat in dem wir arbeiten. Es hat eine neue Erzieherin ihren Dienst aufgenommen, die Lehrerin ist und viele Jahre an Erfahrung mitbringt. Sie hat dass, was man in diesem Job braucht: Amor y Control (Liebe und Strenge). Mir ihr haben wir uns schon viel ausgetauscht und endlich haben wir angefangen mit diesem neuen Team teagliche Meetings abzuhalten und uns gegenseitig ueber den Zustand der Maedchen zu informieren. Auch eine zweite neue Mitarbeiterin hat vor drei Wochen angefangen mit uns zu arbeiten. Sie ist noch relativ jung und hat wenig Erfahrung, zeigt aber den Willen zu lernen und kommt aus der Gegend was sehr von Vorteil ist, da eigentlich keine oeffentliche Verkehrsanbindung in des Viertel besteht.
Geografische Lage des Internats und das Viertel
Dazu ein kurzer Einschub zur geografischen Lage des Internats Las Flores: Das Internat befindet sich in einem armen aber relativ sicheren Viertel am nord-westlichen Rande von Tegucigalpa. Hier gab es bis vor wenigen Jahren keinen Strom. Muellabfuhr, laufendes Wasser und eine geteerte Strasse gibt es bis heute nicht und es faehrt nur ein Bus (nicht zu verwechseln mit einer Buslinie, da es sich wirklich nur um EINEN Bus handelt).
Es fliesst ein kleiner Bach durch das Viertel, in welchem die Anwohner ihre Waesche waschen. Bei starkem Regefall verwalndelt dieser Bach sich schonmal in einen reissenden Strom und die Erdstrasse in eine loechrige und von Furchen durchzogene Piste. Unser Nissan-Kleinbus hat dann oft muehe den Huegel zur geteerten Strasse zu erklimmen. Alle paar Tage aber in unregelmaessigem Abstand kommt ein Wassertankwagen vorbei und verteilt an die Leute Wasser aus dem Schlauch, trinken kann man dieses Wasser aber nicht. Dieses muss in Fuenf-Gallonenfaessern gekauft werden oder man muss mit Parasieten aller Art in seinem Magen rechnen. In dem Viertel gibt es einige kleine Geschaefte, ansonsten aber wahrscheinlich mehr Arbeitslose als Beschaeftigte. Ab und zu zieht eine Herde mit Kuehen oder eine Eselkaravane mit Holz vorbei, wobei man sich dann eher auf dem Lande fuehlt als in einem Viertel der Hauptstadt von Honduras (was allerdings auch nicht wirklich viel heisen mag, ich mein hey, Hauptstadt von Honduras).
Auf dem Weg zur Schule
Mittlerweile kennen mich die Leute in dem Viertel, da ich jeden Tag die Maedchen zur Schule bringe, was keine leichte Aufgabe ist, vor allem wenn mehrere Maedchen sich weigern den Weg dorthin zu laufen. Dann gibt es immer ein bischen Stress und ich muss laut werden oder manchmal mit einem der heulenden Maedchen unter den Arm geklemmt den Huegel hinauflaufen. Nicht einfach! Wie auch immer: oft gibt es von den Muettern die auch ihre Kinder zur Schule bringen und die mich kennen ein anerkennendes: “Ach diese Meadchen, stoerrischer als Esel. Sie haben aber echt Gedult, etc.” zu hoeren.
Letztens hat mich die Besitzerin (eine alte Frau) des kleinen Ladens, welcher sich auf der gegenueber liegenden Seite der Schule befindet gefragt: “Sie sind doch jung und gebiltet, warum suchen Sie sich nicht einen besseren Job?”. Eine berechtigte Frage Senora, natuerlich. Ich habe ihr dann aber erklaert, dass ich nicht hier arbeite um Geld zu verdienen, dass ich als Freiwilliger hier bin und wegen meiner Ueberzeugung den Kindern hier zu helfen. Dass ich, zusammen mit meiner Frau von der Katholischen Kirche hierher geschickt wurde und dass wir hier sozusagen die biblische Naechstenliebe leben. Dass hat natuerlich Eindruck gemacht, bei einer alten Honduranerin.
Mit den Maedchen beim Arzt
Vor einer Woche war ich mit vier Kindern in dem Gesundheitszentrum des Viertels. Die Maechen hatten Fieber, Gelenkschmerzen, Kopfweh, etc. Nur eine Grippe oder Dengue Fieber (aehnlich der Malaria)? Wie auch immer. Ab zum Doktor, der auch gleich einige Antibiotika und andere Tabletten verschreibt und ankuendigt jedem der Maedchen eine Spritze zu geben. Die Augen der vier wurden sofort groesser und sie waren ploetzlich gar mehr so krank. Ihrer Meinung nach war eine Spritze ueberhaupt nicht notwendig. Der Herr Doktor hatte aber natuerlich das letzte Wort. Wir mussten uns nur ein wenig gedulden und in dem, von jungn Muettern mit ihren schreienden Kindern auf dem Arm gefuellten Warteraum platznehmen.
In dem Behandlungszimmer gingen Leute ein und aus wie in einem Supermarkt. Privatsphere glich Null. Behandelt wurde immer mit mindestens drei fremden Leuten im Raum und ab und zu schaute ein humpelder und abgemagerter Hund hinein, so als ob auch er den Herrn Doktor aufsuchen wuerde um sein Bein zu richten. Ich habe mit den Maedchen Witze ueber den humpelden Koeter gemacht und schon war die Angst vor den Spritzen halbiert. Dann kam endlich der Arzt um meine Maedels zu behandeln. Kurz die Haendchen gehalten und ueber den Traumurlaub der Maedchen geredet und fertig. Keine weiteren Zwischenfaelle. Ab nach Hause und einen Eukalyptustee aus frischen Blaettern zubereitet, die wir nur vom Baum auf dem Grundstueck pfluecken mussten.
Was die Flora in dem Centro Las Flores anbelangt sind wir gut bestueckt: Es wachsen Mangos, Zitronen, Orangen, Kokusnuesse, Ciruela (keine Ahnung ob es diese Freuchte ueberhaubt in Europa gibt), Eukalyptus und andere Pflanzen die schoene Blueten hervorbringen. Ein kleines Paradies (siehe Fotos von dem Centro Las Flores)
Geburtenrate und Machotum
Es ist unglaublich wie oft man hier schwangere Frauen sieht. Hier hat jede Frau durchschnittlich vier Kinder! Oft sind sie noch sehr jung und noch oefter ohne Mann. Ein lateinamerikanisches Paradox: Streng Katholisch (kein Sex vor der Ehe, etc.) gleichzeitig aber der Machotum, der es verlangt so viele Liebhaberinnen wie moeglich zu haben, egal ob er oder sie Verheiratet ist oder nicht. Die Frauen sind ueberwiegend unmanzipiert (wenn man dass so sagt) und ob Mann oder Frau mit wenig Wissen ueber die Sexualitaet generell. Diese Mischung gepaart mit wenig Bildung, fuehrt zu jeder Menge ungewollter Schwangerschaften. Da die Abtreibung hier immernoch verboten ist und die wenigsten Machos verantwortungsbewusst genug sind um fuer ihre Fehler einzustehen, bleiben viel zu viele Muetter mit ihren Kindern allein.
Da es hier, wie leider in den meisten Laender dieser Welt kein Kindergeld, Arbeitslosengeld, oder sonstige finanziellen Hilfen gibt, bleibt den meissten nichts anderes uebrig als ihre Kinder von ihren Muettern erziehen zu lassen um Arbeiten zu gehen oder ab einem bestimmten Alter sich selber zu ueberlassen. Dies fuehrt dann dazu, dass viele Kinder auf der Strasse landen, klauen und rauben um zu ueberleben und sich letztendlich den Jugendbanden anschliessen, die im grossen Stiel am Drogen- Waffen- oder Menschenhandel beteiligt sind und das groesste Sicherheitsproblem in Zentralamerika darstellen. Einige wenige der Jugendlichen oder Kinder kommen in Heime wie unseres. Wenigstens etwas, wenn auch nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Wie gesagt, die Wurzel des Problems liegt woanders.
Unser Sozialleben
July 12, 2007 at 1:47 am | In 4. Mein Gesamteindruck | Leave a Comment2. Juli 2007
Nun zu dem Sozialleben: Mit der Zeit baut sich ja ueberall auf der Welt fast von selbst ein Freundeskreis auf. Am engsten sind wir mit unseren Nachbarn befreundet, Cesar und Caroline. Er ist Honduraner, sie Franzoesin. Mit ihnen waren wir vor ca. 4 Wochen an der Pazifikkueste. Er ist Salzalehrer, sie Lehrerin am Franzoesisch-Honduranischen Institut. Passt ganz gut: ich mit meiner Leidenschaft zur Salsamusik und Claire kann sich immer mit Caroline immer gut ueber Unterrichtsmethoden austauschen. Durch die beiden haben wir natuerlich schon viele andere Kontakte geknuepft und so weiter und so fort. Wir gehen zusammen oefters in einen Salsaclub, ins Kino oder in Restaurants.
Vor kurzem haben wir eine super Videothek entdeckt, die einen haufen Filme aus aller Welt haben: Frankreich, Deutschland, Japan, Tuerkei, Irak, Indien, etc. und natuerlich Lateinamerika. Nach der Arbeit unter der Woche gucken wir oft Filme oder essen mit den Nachbarn zu Abend. Wir versuchen die Gespreache ueber die Arbeit auf ein Minimum zu reduzieren, damit wir leichter abschalten koennen. Demnaechst weden wir mal wieder ein laengeres Wochenende irgendwo an der Kueste verbringen. Bis dahin hat sich dass mit der Arbeit hoffentlich ein bischen gebessert.
Aktuelle Lage
July 12, 2007 at 1:42 am | In 2. Unsere Cooperation (Deutsch) | Leave a CommentWir sind jetzt seit 5 Monaten in Honduras. Es ist schon ein bischen her als ich das letzte mal Bericht erstattet habe. Im Gegensatz zu Claire, die immer fleissig am Umprogramieren und Erweitern der Webseite ist.
Seit dem haben wir hier viele Veraenderungen durchlebt, auf der Arbeit und im Sozialleben. Eher negative Veraenderungen haben wir auf der Arbeit erfahren und sehr positive im Sozialleben.
Beginnen wir mit der Arbeit…denn wie heist es so schoen: Zuerst die Arbeit, dann das Vergnuegen.
Das Zentrum in dem wir arbeiten, da sind sich alle Beteiligten einig, braucht eine tiefgreifende Umstrukturierung, bzw. Strukturierung. Seit dem wir im Februar angefangen haben dort zu arbeiten haben wir schon mehrere Versuche unternommen den Maedchen ein strukturiertes Leben zu bieten. Das heist einen Stundenplan einrichten, Aktivitaeten organisieren, ein System fuer das Management der Schuluniformen finden, etc. Um all dies durchsetzen zu koennen, braucht man ein gutes Team, in dem man sich regelmaessig austauscht und sich gegenseitig unterstuetzt. Ein Team zu formen ist aber nicht so einfach, speziell wenn das Personal im Schnitt nur ca. 6 bis 8 Monate dabei bleibt. Wir arbeiten seit 5 Monaten im Centro Las Flores und sind diejenigen, die am laengsten dabei sind. Unglaublich oder? Zumal wenn man bedenkt dass dieses Projekt schon seit 5 Jahren laeuft.
Zu viele Details will ich euch ersparen. Doch dass Claire und ich im gesamten Monat Juni tagsueber alleine mit 25 Maedchen waren und nicht einmal eine Koechin zur Verfuegung stand muss ich dennoch mitteilen. Mit anderen Worten: Zum 31.05 wurde saemtliches Tagespersonal gekuendigt (angeblich aus finanziellen Gruenden) und erst zum Juli wurde neues eingestellt. Waeren wir nicht da gewesen, haette das Zentrum schliessen muessen. Die Stimmung bei den Maedchen war dementsprechend schlecht. Fuer sie ist der staendige Personalwechsel sehr belastend. Wenn eine Erzieherin geht, mit der sich die Maedchen das Vertrauen erarbeitet haben, ist es fuer sie so als ob sie wieder einmal verlassen werden, nachdem sie schon von ihren Familien im Stich gelassen wurden.
Das Ergebnis war fast vorauszusehen: nachdem es anfang des Monats zwei kurze (fuer ca. eine Stunde) Ausreisveruche von mehreren Maedchen gab, sind nun letzte Woche Montag (seit nun schon einer Woche) drei Maedchen spurlos verschwunden. Abgehauen, Ausgerissen. Anfangs waren es vier, eine der Ausreiserinnen haben wir aber am naechsten Tag wieder gefunden. Wir suchen seitdem ab und zu in der Umgebung nach den drei Maedchen , fragen Leute und kloppfen an Tueren, haben aber bisher nur einige wage Tipps bekommen. Bei diesen Maedchen handelt es sich um die drei aeltesten (13 Jahre alt) und es war offensichtlich, dass es ihnen in unserem Zentrum nicht wirklich gut ging. Wir sind spezialisiert auf Maedchen im Alter zwichen 6 und 10 Jahren. Im Stadium der Pubataet brauchen Kinder aber ein ganz anderes Programm und ganz andere Aufmerksamkeit.
Wie dem auch sei, etwas gutes hat das ganze dennoch. Endlich merken die Verantwortlichen dieses Projektes, dass eine Struktur vollkommen vermisst wird. Dass das Zentrum unmengen von Material (einen Riesenfernseher mit DVD/ VHS Combo Player, 5 gut funktionierende Computer, 7 neue Naehmaschienen, einen Schoenheitslalon mit allem pi pa po, viel Spielzeug, 2 Kickertische, eine Tischtennisplatte, 2 Gitarren, 2 Violienen, 2 Chellos, einen Kontrabass, ein komplettes Schlagzeug, 4 Fahrraeder, …) , aber nicht genug qualifiziertes Personal hat. Dass nicht im Team gearbeitet wird und dass wir jeden Tag nur Feurer loeschen anstatt zu verhindern, dass die Feuer ueberhaupt entstehen.
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